DER ISLAM
hruler33.gif (1847 Byte)
Was bedeutet Islam?
Eintritt in den Islam
Muslim
Woran glaubt ein Muslim?
Gott
Hz Muhammed
Das Wort Allahs
Gibt es Übersetzungen vom Koran?
Die fünf Säulen des Islams?
Das Glaubensbekenntnis
Die rituelle Waschung
Eintritt in die Moschee
Die Moschee
Das Gebet
Wann betet man?
Wo betet man?
Wohin richtet man sich?
Was liest man im Gebet
Die Gebetssuren
Wie beten Kranke u. Reisende?
Beichstuhl?
Ramadanfest
Opferfest
Was bedeutet Islam?
   Islam bedeutet Friede, Sicherheit und Hingabe, Die Religion Islam hat das Ziel, die Menschen auf der Erde und im Jenseits zum Glück und zur inneren Ruhe zu führen.
Der Islam hat zu allen Lebenslagen der Menschen Problemlösungen vorgeschlagen. Toleranz, Liebe und Gleichheit sind wichtige Elemente des Islam. Zwischen dem Islam,
Christentum und dem Judentum gibt es sehr viele Ähnlichkeiten.
Eintritt in den Islam
   Mit Aussprechen des Bekenntnisses zum Glauben (Kelime-i Sehadet) an den einzigen
Gott und seinen Propheten, tritt man in den Islam ein. Das Bekenntnis wird mit dem Herzen anerkannt und mit der Zunge ausgesprochen. Das Bekenntnis darf von niemandem erzwungen werden, es muss mit reinem  Gewissen entschieden werden ,
Eine Taufe wie im Christentum gibt es nicht.
Muslim
   Jemand, der das Bekenntnis abgelegt hat und damit den Islam eingetreten ist, wird Muslim oder Gläubiger genannt. Muslim ist jemand ,der sich Gott hingibt und an Gott glaubt. Nach der Aussage des Propheten Muhammed (f.s.m.i.) ist ein Muslim ein Person, vor dessen Hand und Worten die Menschen sicher sind.
Woran glaubt ein Muslim?
   Der Glaube im Islam ist auf 6 Glaubensgrundlagen aufgebaut. Ein Muslim glaubt an
all diese Grundlagen.
* die Einheit Allahs (Gottes)
* die Propheten Gottes (alle Propheten)
   unter anderem an (f.s.m.i.): Adam, Noah, Abraham, Jakob, Joseph, Moses, David,      David, Salomon, Jesus, Muhammed.
* die offenbarten (heiligen) Bücher
   Psalter, Thora (Altes Testament),
   Bibel (Neues Testament), Koran
* die Engel
   z.B. Gabriel, Michael, Israfil und Azrael
* die jüngsten Tag (Auferstehung)
* die Vorherbestimmung (Schicksal)
Wenn der Mensch diese Glaubensgrundlagen  bekennt, werden ihm damit Aufgaben
auferlegt, die ein Muslim gegenüber Gott hat. Diese sind z.T. in den fünf Säulen        definiert.
Gott/Allah
   Name Gottes, der die Menschen, Wesen und alle Welten erschaffen hat, der Allmächtige und Allbarmherzige. Allah hat für das Glück der Menschen in der Welt und im Jenseits Propheten gesandt und ihnen die "heilige Bücher" offenbart. Gott hat den Menschen gezeigt, was zum Paradies oder zur Hölle führt. Das wichtigste für die Muslime ist der Glaube und die Anerkennung der Einheit Allahs (Tevhid). Allah gehören die schönsten Namen (Esmaü´l-Hüsná). Mit diesen 99 Namen werden auch gleichzeitig die Attribute (Eigenschaften) Gottes erklärt.

Hz.Muhammed (s.a.v.)                 rose.gif (4560 Byte)
   571 n. Chr. in Mekka (Arabien) geborener Gesandte Gottes. Allah (c.c.)  hat den Hz.Muhammed den Koran in 23 Jahren durch Gabriel offenbart. Er ist Vorbild für die Muslime. Seine Aussprüche, Verhalten usw. (Sünnet / Hadis) sind von seinen Freunden bis ins Detail überliefert worden und niedergeschrieben. Hz Muhammed ist der letzte Prophet der Prophetenkette. Muslime sprechen Stoßgebete (Salavat) für alle Propheten, wenn sie ihre Namen hören : Friede sei mit ihm (f.s.m.i.); Aleyhi´s-Selam (a.s.), oder Salla´llahu Aleyhi ve Sellem (s.a.v.).

      (In der Islamischen Kultur ist die Rose das Symbol für den Propheten Hz.Muhammed.)

Das Wort Allahs  Der Gnadenreiche Koran (Kurán-i Kerim)    Der Koran ist das gnadenreiche, "heilige" Buch, das Gott, dem Propheten Muhammed in 23 Jahren durch Gabriel offenbarte. Der Koran beinhaltet die Worte Gottes (Logos) und besteht aus Versen (Ayet), die die 114 Suren (Sure) bilden. Der Koran ist das größte Wunder des Propheten Muhammed für die Menschen, und der Wegführer zum Glück. Muslime lesen den Koran sowohl im Gebet als auch außerhalb des Gebetes in der ursprünglich offenbarten Originalform auf Arabisch. Das wird das Rezitieren (Kiraat) des Koran genannt.
Gibt es Übersetzungen vom Koran?
   Es gibt fast in jeder Sprache Übersetzungen des Koran, die zusammen mit dem Arabischen Original aufgeführt sind. Sie dienen zum Verständnis des Inhalts. In den Gebeten werden die originalen (Arabischen) Verse rezitiert. In den Predigten usw. werden u.a. die Übersetzungen der Verse nach dem Rezitieren des Arabischen, weitergegeben und erklärt.
Die fünf Säulen des Islams?
   Die Glaubensgrundlagen beziehen sich zum Glauben, die fünf Säulen, auf die Taten der Muslime. Der Islam ist auf diese fünf Säulen aufgebaut.
  1. Das Glaubensbekenntnis    Kelime-i Sehadet
  2. Das Gebet                         Namaz
  3. Das Fasten                        Oruc
  4. Die Armensteuer                Zekat
  5. Die Pilgerfahrt                    Hac
Das Glaubensbekenntnis  (Kelime-i Tevhid)
   Mit der Aussage und der innerlichen Bestätigung des Glaubensbekenntnisses tritt man in den Islam ein. Das Glaubensbekenntnis (Kelime-i Sehadet) lautet:" Ich bezeuge, dass  es keinen anderen Gott außer Allah gibt, und daß Hz Muhammed sein Diener und Gesandter ist." Das Bekenntnis der Einheit (Kelime-i Tevhid) lautet: "Es gibt keinen Gott außer Allah, Hz Muhammed ist sein Gesandter." Jemand, der eines dieser Bekenntnisse aufsagt und daran glaubt, wird ein Muslim. Niemand darf zum Bekenntnis zum Glauben an den Islam gezwungen werden, weil der eine Sache der freien Entscheidung und Überzeugung ist.
Die  rituelle Waschung   (Abdest)
   Jemand, der beten möchte, macht einen rituelle Waschung und bereitet sich darauf innerlich  vor. Die rituelle Waschung wird gemacht, in dem man Hände, Gesicht, Arme bis zu den Ellenbogen und Füße bis zu den Knöcheln wäscht und den Kopf   bestreicht. Hierdurch werden die Organe gewaschen, die am meisten benutzt werden und mit der Umwelt in Verbindung kommen. Muslime fühlen sich nach der rituellen Waschung erleichtert und gewinnen an innerer Ruhe.
Eintritt in die Moschee
   Vor dem Eintritt in die Moschee macht man die rituelle Waschung (Abdest). Die Muslime und die Besucher ziehen ihre Schuhe aus, allerdings werden die Strümpfe nicht ausgezogen. Weil man sich im Gebet niederwirft und die Stirn auf den Boden legt, muss die Moschee sauber sein.
Die Moschee
   Die Moschee ist ein Ort der Zusammenkunft und Versammlung; Platz der Niederwerfung. Sie wird als vielseitige Begegnungsstätte benutzt, und dient als soziales, kulturelles, wissenschaftliches, pädagogisches und religiöses Zentrum. Die Moschee hat viele zugehörige Bereiche ; Frauen-, Jugend- und Bildungsabteilungen, Sport- und Freizeiträume, Bibliotheken und Büchereien, Waschungs- und Duschgelegenheiten. Speziell ist die Moschee der Ort, wo die Gläubigen ihre Gebete verrichten.
Das Gebet
   Das Gebet ist ein wichtiges Element der fünf Säulen der Stützpfeiler der Religion. In der Kindheit wird den Kindern das Gebet beigebracht und in der Pubertät fangen die Jugendlichen an, zu beten, weil für sie damit die Verantwortung beginnt und sie zu Erwachsenen werden. Das Gebet hilft uns Allah´s Geistige Anwesenheit zu spüren und
ihn zu erreichen.
   Allah hört unser Beten und unsere Wünsche. Er sieht alle unsere Taten. Die guten taten werden niemals vergessen. Nicht nur gute Taten, sondern auch eine gute Absicht,
so  klein sie auch sein mag, wird von Allah belohnt.
   Das Gebet ist der schönste Ausdruck, Allah´s Gaben zu danken.
   Unser Prophet hat im Miraj (die Reise zu Allah´s Gegenwart) die Engel in verschie-
denen Positionen beten sehen. Auf seiner Rückkehr vom Miraj hat er uns das Gebet
geschenkt. So betet jeder Moslem fünf mal am Tag und erreicht fünf mal Allah´s geistige Anwesenheit. Das Gebet ist der Miraj jeden Moslems.
   Das Gebet ist das Zeichen unseres Glaubens an Allah. Mit dem Gebet geben wir unserem Geist die und reinigen ihn.
   Unser Prophet sagt; "Das Gebet ist ein Licht (Nur) in unserem Herzen. Wer von euch sein Herz erhellen will, soll den Nur in Herzen vermehren."
   Die Zeit, die man für das Gebet nimmt, ist die Vorbereitung für ein unendlich glückliches Leben im Paradies.
   Das Gebet hindert Menschen unangebrachte und schlechte Dinge zu tun.
   Allah zwingt uns nicht mehr als wir tragen können. Ein betender Mensch hat ein ordentliches und friedliches Leben. Sein Leben nach dem Tod ist ein unendliches Glück.
Wann betet man?
  
Vor dem Sonneaufgang wird das Morgengebet (Sabah / Fecr)
Mittags ungefähr 3/4 Stunde nach der Senkrechtstellung der Sonne, das Mittagsgebet (Ögle / Zuhr).
Am späten Nachmittag, das Nachmittagsgebet (Ikindi / Asr).
Nach dem Untergang der Sonne, das Abendgebet (Aksam / Magrib).
Ungefähr 80 Minuten nach dem Sonnenuntergang, das Nachabendgebet (Yatsi / Isa`)
verrichtet .siehe Kalender.
Wo betet man?
   Wenn es möglich ist, wird das Gebet gemeinsam in der Moschee verrichtet, wenn es nicht möglich sein sollte, kann man es auch selbständig , an einem sauberen Platz, wie zu Hause, auf dem Gebetsteppich oder auf einer reinen Auflage, verrichten. Man kann es auch später nachholen, wenn man das Gebet nicht innerhalb der Gebetszeit verrichten kann. Frauen und Männer können mit den Kindern zusammen ihre Gebete
verrichten, wenn es keine separate Gebetsräume gibt. Die Kinder beten zwischen den Männer und Frauen.
Wohin richtet man sich?
  
Aus jedem Ort in der Welt drehen sich die Muslime beim Gebet in Richtung Kaaba
in Mekka. Das Haus Gottes in Mekka heißt Kaaba.
   Die Kaaba wurde vor tausenden Jahren nach Anweisungen Gottes durch Abraham und seinem Sohn Ismael dort errichtet, wo auch Adam das erste Gebetshaus errichtet hatte. Die Muslime machen Pilgerfahrten (Hac) nach Mekka.
Was liest man im Gebet?
  
Im Gebet werden sowohl Verse (Ayet) oder ganze Suren (Sure) aus dem Koran, als auch andere Gebete (Dua), die von dem Propheten übertragen wurden, auswendig gesprochen. Vor allem wird in der stehenden Position als erstes, die erste "eröffnende"
Sure (Fatiha) und als nächstes, eine beliebige Sure oder einige Verse aus dem Koran rezitiert.
Die Gebetssuren
  
Meist zitierte Suren sind 105. bis 114.  vom Koran. Generell wissen die Muslime diese "Gebetssuren" (Namaz Sureleri) auswendig. Allerdings besteht keine Pflicht, nur diese auswendig vorzutragen, man kann auch andere Verse Suren rezitieren. Kinder und Neubeginnende lernen zunächst die "notwendige" erste sowie die 108. und 112. Sure weil diese die kürzesten und einfachsten sind, und am Anfang für das Gebet ausreichen. 
Wie beten Kranke u. Reisende?
  
Das Gebet kann man auch sitzend oder liegend verrichten, wenn es aus gesundheit-
lichen Gründen nicht "normal" -stehend- verrichtet werden kann. Auf Reisen können die Gebete zusammengelegt und in verkürzter Weise, unterwegs ( im Bus, Bahn, Flugzeug usw .) verrichtet werden.
Beichstuhl?
   Nach den Islam sind die Beziehungen zwischen Gott und Mensch sehr eng, so, daß
kein Mensch oder Geistlicher zwischen Gott und Mensch sein darf. Jeder kann, darf und muss direkt Gott um Vergebung der Sünden bitten, da nur Gott die Sünden vergeben kann. Deshalb gibt es keinen beichstuhlähnlichen Platz in der Moschee.
Ramadanfest
  
Nach dem Ende des Fastenmonats feiern die Muslime das Fasten brechen. Die Gläubigen unterstützen sich vorher mit Almosen, Wohltaten usw. (Sadaka,Fitre,Zekat),
damit sich jeder an den Festen freuen kann. Das Ramadanfest wird oft als Zuckerfest
(Seker Bayrami) bezeichnet, weil sehr viele zuckerhaltiges angeboten wird. Aber aus
religiöser Sicht wird es als Ramadanfest bezeichnet, nicht als Zuckerfest.
Opferfest
  
Zum Andenken an das Opfer Abrahams und Ismaels opfern Muslime einmal im Jahr.
Muslime, die finanziell in der Lage sind, sollen opfern. Mit dem Opfer eines Widders, Schafes usw. danken sie Allah für alles, was Gott ihnen beschert hat (Wohlbefinden, Gesundheit, Kinder usw.) Damit werden übel, Unglück, Unheil und Bösheiten von dem Opfernden und den Angehörigen ferngehalten. Das Fleisch des geopferten Tieres ist für die Familie, die Nachbarn auch andersgläubigen und die Bedürftigen bestimmt.

Kalender

KALENDER.JPG (28223 Byte)

Almosensteuer
   Zekat bedeutet, das Säubernde. Die Muslime, die über die Grundbedürfnisse hinaus, über ein Vermögen, Güter oder Geld verfügen, sollen einmal jährlich eine Abgabe von 2,5 % an die Bedürftigen weitergeben. Das "säubert" das Vermögen der Gläubigen. Damit kommen sie ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nach, die Bedürftigen werden unterstützt und die gegenseitige Hilfsbereitschaft unter den Muslimen wird gefördert. Außer der Almosensteuer gibt es weitere freiwillige Unterstützungen die Sadaka, Fitre usw. genannt werden.